20 Rezepte von Experten und Praktikern

Das Ziel des Tages der Lernenden ist ganz einfach: Nach dem Anlass geht jede und jeder mit vielen ganz konkreten und nützlichen Inputs, Anregungen und Ideen für das eigene Berufsleben nach Hause! Damit die Inputs noch besser fassbar werden, erhalten alle Teilnehmer am Ende des Tages eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten 20 Rezepte/Tipps.

Rezepte / Zusammenfassung 2026

4x5 Rezepte für den Berufs-Alltag in der Lehre
Zusammenfassung Tag der Lernenden St. Gallen 2026

Fit im Hirn, stark im Kopf: Tipps für mehr Erfolg in der Lehrzeit

Rund 300 Lernende und Berufsbildende haben am 27. August 2026 im Forum der OBA erfahren, wie das Gehirn wirklich arbeitet und was ein positiver Blick im Arbeitsalltag bewirkt. Der «Tag der Lernenden» fand zum ersten Mal im Kanton St. Gallen statt. Olympiasieger Carlo Janka erzählte, was ihm der Spitzensport fürs Leben mitgegeben hat.

«Fit im Hirn»: Pausen sind keine verlorene Zeit

Psychologin und Hirncoach Sina Bärtsch startete mit einem kleinen Test, bei dem das Publikum Farbwörter lesen sollte und dabei prompt ins Stolpern kam. Ihre Botschaft: Das Gehirn ist leistungsfähig, aber es hat Grenzen. Wer weiss, wie es arbeitet, kann Fokus und Energie ziemlich einfach beeinflussen. Hängen bleibt Wissen dann, wenn es persönlich verknüpft und immer wieder aktiv abgerufen wird. Bärtsch liess den Saal zehn hirnfreundliche Lebensmittel über eine sogenannte Körperroute auswendig lernen, mit möglichst schrägen Bildern. Brokkoli auf den Schultern vergisst man so schnell nicht mehr. Zweiter Punkt: Pausen sind Verarbeitungszeit, kein Zeitverlust. Nur zählt Scrollen am Handy nicht als Pause. Bewegung, frische Luft, Wasser oder ein kurzes Gespräch schon. Dazu die Zahl des Nachmittags: Wer versucht, zwei Dinge gleichzeitig zu tun, macht rund 50 Prozent mehr Fehler und braucht 50 Prozent länger. Ihre Tipps waren entsprechend konkret. Benachrichtigungen ausschalten, das Handy nachts aus dem Schlafzimmer verbannen und beim Lernen ausser Reichweite legen. Als positive Grundlage kommen Bewegung, Ernährung und Schlaf dazu, dazu Humor und Kreativität.

«Positives Denken im Berufsalltag»: fünf Rezepte zum Mitnehmen

Coach und Supervisor Roger Sigrist stieg mit einer Frage in die Runde ein: Wer hatte diese Woche schon den Gedanken «Das schaffe ich sowieso nicht»? Es gingen viele Hände hoch. Rund 80 Prozent unserer Gedanken sind negativ, der innere Kritiker läuft automatisch mit. Ändern lässt sich das trotzdem. Sigrist gab fünf Rezepte mit, die noch am selben Abend funktionieren: abends drei Dinge notieren, die gut liefen. Eine Woche lang beobachten, welche Aufgaben Energie geben und welche sie rauben. Bei «Ich kann das nicht» kurz stoppen und stattdessen fragen: «Was brauche ich, um es zu schaffen?» Täglich fünf Minuten Pause ohne Handy. Und im Kopf das Wort «nicht» durch «noch nicht» ersetzen. Warum sich das lohnt, zeigte er mit Zahlen aus der Forschung: mehr Leistung und Energie im Job, deutlich weniger Fehler bei gleicher Aufgabe und mehr kreative Ideen im Team. Sein Rat zum Schluss war unspektakulär und genau deshalb brauchbar: nicht alle fünf Rezepte auf einmal, sondern eines aussuchen und dranbleiben.

Carlo Janka: «Angst ist ein Gefühl. Mut ist eine Entscheidung.»

Unter dem Titel «Mehr als Gold» erzählte Carlo Janka von seinem Weg. Jeder Weltcupsieg habe mit einem ersten Trainingslauf begonnen. Rückschläge bezeichnete er nicht als Niederlagen, sondern als Investition, und Erfolg messe sich an der eigenen Bestleistung, nicht an den anderen. Nicht die Medaille mache erfolgreich, sondern die Person, zu der man auf dem Weg dorthin werde. Was der Spitzensport ihn gelehrt hat, brachte er auf drei Begriffe: Fokus, Disziplin und Teamgeist.

Thomas Graf, Sänger der Gruppe MEGAWATT und Leiter Berufsbildung bei der Hoval AG, schloss den Kreis zum positiven Denken. Sein Satz für die Lernenden: «Ich verliere nie, entweder ich gewinne oder ich lerne.» Und: Wachstum beginne dort, wo die Komfortzone ende.

Hintergrund

Der «Tag der Lernenden» fand erstmals auch im Kanton St. Gallen statt, als Nachmittag mit praxisnahen Impulsen für Lernende und ihre Ausbildenden. Als Patronatspartner unterstützen der Kantonale Gewerbeverband St. Gallen (KGV) und die IHK St. Gallen-Appenzell den Anlass. Weitere Ausgaben folgen im November im Thurgau und in Zürich.

Themen 2026

«Fit im Hirn»: Tipps für mehr Konzentration, Energie, Produktivität und Lernerfolg

Ohne das Kontrollzentrum in unserem Kopf läuft gar nichts. Unser Gehirn ist die Kommandozentrale: Es denkt, fühlt, entscheidet und jongliert in Sekundenbruchteilen tausend Aufgaben gleichzeitig. Ein echtes Multitalent, das jeden Tag Höchstleistung erbringt. Mit welchen Tricks können die Leistungsfähigkeit und die Resilienz erhöht werden? Im Berufsalltag, in der Schule, ja sogar in privaten Beziehungen.

«Positives Denken im Berufsalltag»

Mitarbeitende, die ihre Gedanken gezielt lenken und an sich selbst glauben, bringen mehr Energie, Motivation und Leistung in ihren Arbeitsalltag. Eine positive Teamkultur macht nicht nur mehr Spass, sondern ist auch ein echter Booster: Ideen entstehen schneller und die Produktivität steigt spürbar. Studien zeigen, dass positiv eingestellte Mitarbeitende über 30 Prozent produktiver arbeiten und dabei fast 20 Prozent weniger Fehler machen. Positives Denken zahlt sich also doppelt aus: Es stärkt jede einzelne Person – und macht gleichzeitig das Unternehmen erfolgreicher.

Referierende 2026

Sina Bärtsch
M.Sc., Psychologin mit Schwerpunkt Prävention und Speaker bei Hirncoach AG

Unser Gehirn ist täglich gefordert. Doch wie gelingt es, auch bei hoher Belastung fokussiert, motiviert und leistungsfähig zu bleiben? Die Teilnehmenden erfahren, wie das Gehirn funktioniert und mit welchen einfachen, wissenschaftlich fundierten Strategien sich Konzentration, Energie und Produktivität gezielt steigern lassen.

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Thomas Graf
Sänger der Gruppe MEGAWATT, Leiter der Berufsbildung bei der Hoval Aktiengesellschaft

Auf der Bühne zeigt sich der Frontmann der Schweizer Mundart-Rockband Megawatt laut und rockig, in seinem anderen Leben beim Industriebtrieb Hoval ist er verantwortlich für 40 Lernende. Der charismatische Sänger zeigt in seinen 5 Tipps auf, weshalb positives Denken der Grundstein für Erfolg ist. Ob im Berufsalltag in der Lehre oder auf der Bühne von grossen Festivals.

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Roger Sigrist
Dipl. Coach und Supervisor, Zert. Achtsamkeitstrainer CAS, mit Fokus auf Stressreduzierung, Resilienz und Achtsamkeit

Gedanken haben Kraft. Wer sie gezielt lenkt und an sich selbst glaubt, bringt mehr Energie, Motivation und Leistung in den Lehralltag. Die Lernenden entdecken 5 einfache, wissenschaftlich fundierte Werkzeuge aus der Positiven Psychologie und lernen, wie sie ihren Fokus auf das Gute lenken, ihre Stärken erkennen und negative Gedanken in hilfreiche verwandeln.

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Carlo Janka
Ehemaliger Skirennfahrer, Olympiasieger (2010 im Riesenslalom), Weltmeister (2009 im Riesenslalom) und Gesamtweltcupsieger (2010), heute Coach und Trainer

Sowohl als erfolgreicher Skirennfahrer als auch im Berufsalltag braucht es nicht nur Technik und Ausdauer, sondern auch die richtige Einstellung, positives Denken und den Glauben an sich und sein Können – auch in schwierigen Lebenslagen.

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